Zertifizierungslehrgang zum/zur Vergabemanager/in (intensiv Schulbau)

Zertifizierungslehrgang zum/zur Vergabemanager/in (Schulbau) 

Die Kanzlei VERISMO LEGAL Rechtsanwälte hatte bereits 2016 in Kooperation mit diversen kommunalen Studieninstituten einen Zertifizierungslehrgang zum/zur Vergabemanager/in ins Leben gerufen. Die CLP Akademie führt diese Tradition fort und bietet ihn nunmehr in spezialisierten Varianten an. 

Der Zertifizierungslehrgang zum/zur Vergabemanager/in (Schulbau) richtet sich insbesondere an Mitarbeiter/-innen öffentlicher Auftraggeber, die Schulbauprojekte künftig begleiten werden oder bereits damit befasst sind sowie an Planer- und Ingenieurbüros, die sich regelmäßig an solchen Vergabeverfahren beteiligen – und dies zukünftig noch erfolgreicher. 

Der Lehrgang umfasst die Vergabe von Bau- und insbesondere freiberuflichen Dienstleistungen unterhalb und oberhalb des EU-Schwellenwertes. 

Inhalte, Ziele und Methoden des Lehrganges 

Für Beschaffungsvorgänge von Schulbaumaßnahmen werden die Teilnehmer in sämtlichen Verfahrensstadien von der Verfahrensvorbereitung über die Durchführung bis zum Vertrags- und Nachtragsmanagement, Revision und Tarifprüfung nach Zuschlagserteilung geschult. 

Der Fokus liegt dabei auf Leistungen, die regelmäßig im Rahmen von Schulbaumaßnahmen anfallen: Diverse Planungs-, Architekten- und Ingenieursleistungen bei Sanierungen, Modernisierungen, Erweiterungen und Neubauten von Schulen. 

Nach einem Einblick in die rechtlichen Grundlagen des Beschaffungswesens werden die Vorbereitung und der Ablauf des gesamten Vergabeverfahrens anhand typischer Fehler- und Risikoquellen unter Einbeziehung der aktuellen Rechtsprechung dargestellt und die rechtssichere Durchführung an Praxisbeispielen, z. T. an Musterunterlagen, in Workshops sowie in E-Vergabe Softwareprogrammen geübt. 

Durch einen ausgewogenen Mix aus Theorie und Praxis, Vortrag und Interaktion erlangen die Teilnehmer/-innen ein fundiertes Wissen der Grundlagen des Vergaberechts. Sie werden in die Lage versetzt, Beschaffungsvorgänge durch rechtssichere Vergaben unter flexibler Gestaltung des Vergabeverfahrens zu beherrschen. 

Um den individuellen Anforderungen von verschiedenen Vergabe- und Vertragsordnungen sowie der Leistungsart gerecht zu werden, werden auch die Besonderheiten bei der Verwendung von Fördermitteln wie EFRE, ELER oder regionalen Förderprogrammen (bspw. STARK III) berücksichtigt. Die Teilnehmer profitieren auch in dieser Hinsicht von der in zahlreichen Verfahren erworbenen Expertise der Referenten. 

Umfang | Qualifikationsnachweis 

Der Zertifizierungslehrgang umfasst vier Module, die sich auf acht Schulungstage (Zeitraum: circa sechs Monate) erstrecken. Für alle Teilnehmer/-innen ist der Besuch aller Module verbindlich. Am jeweiligen Ende der Module I – III findet eine schriftliche Leistungskontrolle statt. Dies dient einem nachhaltigen Lernerfolg und bietet für die Teilnehmenden eine Orientierung hinsichtlich des individuellen Kompetenzgewinns. Bei Erreichen einer Mindestgesamtpunktzahl wird ein Zertifikat über den erfolgreichen Abschluss des Zertifizierungslehrgangs als Qualifikationsnachweis ausgestellt. 

Termine/ Veranstaltungsorte 

[ausstehend] 

Kosten 

2.500,00 € zzgl. USt. (brutto: 2.975,00 €) je Teilnehmer 

Inhalte 

Modul I: Rechtliche Grundlagen der Beschaffung 

  • Rechtsquellen allgemein: EU-Vergaberichtlinien, GWB, SektVO, VgV, UVgO (VOL/A), VOB/A [EU]; Landesvergabegesetze und weitere landes- und kommunale Vorschriften; spezielle Rechtsquellen: siehe Modul III 
  • Allgemeines Vertragsrecht 
  • Fördermittelrecht / Haushaltsrecht 

Modul II: Planung des Vergabemanagements 

  • Organisatorische Vorbereitung 
  • E-Vergabe, Kostenschätzung 
  • Praxisorientierter Umgang mit Formularen 
  • Erstellung Vergabeunterlagen 
  • Erstellung der Bekanntmachung 
  • Vornahme Loseinteilung 
  • Eignungskriterien 
  • Zuschlagskriterien 
  • Konzeption 
  • Zulässigkeiten 
  • Spezifische Kriterien: 
  • Energieeffizienz 
  • Termin- und Kostenkontrolle 
  • Baukostenoptimierungen  
  • Einbeziehung Sonderfachleute (bspw. Schallschutzanforderungen gem. TA Lärm, DIN 4109, VDI Richtlinie 4100, DEGA Empfehlung 103) 
  • Revisionsunterlagen/Prüfprotokolle 
  • Wartungsplanung 
  • Leistungsbeschreibung 

Modul III: Vergabemanagement / Verfahrensdurchführung 

  • Durchlauf aller Verfahrensarten in Workshops zu Bau- und Planungsvergaben 
  • Die nationale Vergabe nach der VOL/A und der UVgO 
  • Die nationale Vergabe von Bauleistungen nach der VOB/A 
  • Die europaweite Vergabe nach der VgV (inkl. GWB) 
  • Die europaweite Vergabe von Bauleistungen nach der VOB/A – EU 
  • Die Vergabe von freiberuflichen Leistungen (europaweit/national) 
  • Rechtsquellen speziell: HOAI, VOB/B, BGB (insb. Werkvertragsrecht), ZPO etc. 
  • Auswertung von Teilnahmeanträgen und Angeboten 
  • Formale und fachliche Prüfung  
  • u.a. insbesondere Nachforderungsmöglichkeiten 
  • Eignungsprüfung 
  • Zulässige Kriterien  
  • Eignungsmatrizen  
  • Preisprüfung  
  • Wirtschaftlichkeitswertung  
  • Bewertungsmatrizen  
  • Bewertungsmethodik 
  • Aufklärungsgespräche / Vergabevermerk 
  • Umgang mit Fördermitteln/-gebern 

Modul IV: Projekt- und Nachtragsmanagement 

  • Zuschlag und Aufhebung 
  • Informationspflichten nach Zuschlagserteilung 
  • Bauvertrags- und Nachtragsmanagement (VOB/B) 
  • Grundlagen des Bauvertrags  
  • Bestandteile des Bauvertrages 
  • Rechtsnatur und Einbeziehung der VOB/B 
  • Vergütung des Leistungs-Solls 
  • Vertragstypen (Einheitspreisvertrag, Pauschalpreisvertrag, Stundenlohnvertrag) 
  • Allgemeine Voraussetzungen für die Vergütung 
  • Abschlags- und Schlussrechnungen 
  • Prüfbarkeit der Schlussrechnung 
  • Nachtragsvergütung 
  • Mengenänderungen 
  • Abgrenzung von geänderter und zusätzlicher Leistung, § 2 Abs. 5 und 6 VOB/B 
  • Typische Fallbeispiele für geänderte/ zusätzliche Leistungen 
  • Kalkulatorisches und vorkalkulatorisches Fortschreiben der Preise als Grundlage für die Nachtragshöhe 
  • Bedeutung der Urkalkulation und der Preisblätter  
  • Störung des Bauablaufs 
  • Behinderung und Behinderungsanzeige 
  • Auswirkungen auf die Bauzeit 
  • Darstellung der bauablaufbezogenen Störungen 
  • Umgang mit mehreren Störungsursachen 
  • Streitigkeiten 
  • Gütliche Streitbeilegung, 
  • Grundzüge des Klageverfahrens, 
  • Grundlagen der Darlegungs- und Beweislast. 
  • Projektmanagement 
  • Revision / Kontrollen / Vertragsstrafen 

Individualangebote / alle Bundesländer / Termine / Anmeldung

Wir bieten den Kurs in allen Bundesländern als Individualkurs für öffentliche Auftraggeber als Inhouse-Fortbildungslehrgang an.

Termine bundesweit

Berlin/Brandenburg, Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

Terminvorschläge aus Ihrem Hause nehmen wir ab dem 1. Halbjahr 2018 gerne entgegen.

Lehrgangsinhalt / Termine / Preise auf Anfrage

Als Einführungsangebot bieten wir exklusiv das Angebot mit einem Frühbucherrabatt von 10 % bei einer Buchung bis zum 01.07.2018 an.

Preise auf Anfrage